Der Deutschlandpokal der Seniorenturner ist so etwas wie Deutsche Meisterschaften der Mannschaften der Landesturnverbände. Geturnt wird bei den Männern in den Altersklassen 30+, 45+, 60+ und 70+, bei den Frauen von 30+ bis 70+ in Zehnjahresabständen. An der diesjährigen Veranstaltung am 10./11. 10. in Troisdorf nahmen drei Frauen- und zwei Männerteams vom Schleswig-Holsteinischen Turnverband teil und brachten teils hervorragende Ergebnisse mit nach Hause. So belegten die Frauen der AK 50+ einen sensationellen zweiten Platz, ebenso wie die Männer der AK 60+, die mit dem geringstmöglichen Abstand von 0,05 Punkten auf den siegreichen Thüringer Turnverband ebenfalls den zweiten Platz belegten. Endscheidenden Anteil an diesem Erfolg hatte Thomas Westphal vom TuS H/M, der nach konsequentem und fleißigem Training in den letzten Monaten einen blitzsauberen Wettkampf ablieferte und in der inoffiziellen Einzelwertung auf dem vierten Platz landete. Damit steuerte er einen gleichwertigen Anteil zum Erfolg bei wie sein Mannschaftskamerad Jörn Albrecht vom PSV Eutin, der sich mit nur einem Zehntelpunkt Abstand hauchdünn vor ihm platzierte.
Ohne Aussicht auf eine vordere Platzierung war das Team der AK 70+ angetreten, denn äußerst kurzfristig aufgrund von Krankheit bzw. Verletzung waren Gernot Sirrenburg und Claus Köhnlein, beide TuS H/M, ausgefallen. Daher war nur eine Rumpftruppe von drei Turnern, alle ebenfalls vom TuS H/M, übriggeblieben, sodass es keine Streichnoten gab und jede Wertung für das Mannnschaftsergebnis zählte. Dennoch gelang es, das Minimalziel zu erreichen und vor dem Hessischen Turnverband den vierten Platz zu belegen. Hervorzuheben ist dabei vor allem die Leistung, die Günther Zick erbrachte, indem er erst beim Einturnen Gelegenheit hatte, seine Barrenübung zusammenzuimprovisieren und sich am Sprungtisch eine Hocke zu erschließen. Mit wesentlich mehr Routine waren seine Mannschaftskameraden Klaus Sommerschuh und Helmut Burmeister ausgestattet, sodass man auch mit der Punktausbeute am Ende zufrieden sein konnte. Im Anschluss an die Wettkämpfe wurde wie üblich gemeinsam gespeist und getanzt. Zwar reichte der Platz im Speiseraum nicht und das Partyzelt war recht zugig, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch – für uns vom TuS H/M und alle Schleswig-Holsteiner ein gelungenes Wochenende!
Bericht: Helmut Burmeister
Bilder: Steffen Jeschke
Team 60+

Team 70+
